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Passt der Bursig Zentralständer an mein Motorrad? Platte, Hülse und Wechsel im Check
Der Bursig Zentralständer nimmt das Motorrad am Rahmen auf. Beide Räder hängen frei in der Luft. Das Motorrad bleibt auf vier Lenkrollen schiebbar. Stand: 30.09.2026.
Die Kompatibilität entscheidet eine modellspezifische Adapterplatte. Sie verbindet Ständer und Rahmen. Dazu kommt eine Rahmen- oder Schwingenhülse mit Bolzen. Nur diese Kombination sitzt formschlüssig.
Ein Universalständer mit V-Aufnahme hebt nur das Hinterrad. Der Bursig hebt zentral über die Rahmenaufnahme. Die Schwinge bleibt entlastet. Das Federbein bleibt zugänglich.
So funktioniert das Baukasten-System
Das System besteht aus Basisständer, Adapterplatte, Hülse und Bolzensatz. Der Basisständer trägt ca. 300 kg. Er wiegt ca. 12,5 kg. Die Hubhöhe liegt bei ca. 15 cm.
Der Ständer wird vormontiert und voreingestellt geliefert. Die Aufbauanleitung ist modellspezifisch per Video verfügbar. Die Verriegelung rastet automatisch ein. Zwei Höhenstufen stehen zur Verfügung.
Die Oberfläche ist verzinkt und schwarz pulverbeschichtet. Vier steckbare Lenkrollen tragen das rangierte Motorrad. Sie funktionieren auch auf unebenem Garagenboden.
Platte, Hülse und Bolzen müssen zum Baujahr passen
Eine Adapterplatte gilt immer für definierte Modelljahre. Bohrbild und Rahmenrohr ändern sich mit Modellpflegen. Eine Platte für 2014–2017 passt nicht automatisch auf das Nachfolgemodell.
Beispiel BMW R 1200 RT 2014–2017: Der Bursig Zentralständer für BMW R 1200 RT 2014–17 enthält die Platte für genau diesen Rahmen. Die Hülse zentriert den Bolzen im Rahmen. Der Sitz ist spielfrei.
KTM, Ducati und BMW GS: Schwere Modelle brauchen die passende Ausführung
Neuere und schwere Modelle erhalten eine verstärkte Ausführung. Sie kostet 603,59 EUR. Dazu zählen BMW F 900 GS Adventure, KTM 1290 Super Adventure S und aktuelle 990er-Reihen.
Naked und Supersportler: Beispiel KTM Duke 990 und Ducati 998
Die Ausführung für KTM Duke 990 2024–26 nutzt die zentrale Rahmenhülse der 990er. Das Vorderrad hebt ohne Gabelständer ab. Der Lenker bleibt einschlagbar. Das Rangieren gelingt allein in voller Garage.
Die Ausführung für Ducati 998 passt auf den Gitterrohrrahmen der 998. Die Adaptergeometrie unterscheidet sich deutlich von modernen Naked Bikes. Ein Tausch der Platte ohne Anpassung ist ausgeschlossen.
Prüfe vor dem Kauf Modell, Baujahr und Variante. Vergleiche die Angaben im Fahrzeugschein mit dem Produkttitel. Bei Umbauten an Heck, Auspuff oder Rasten prüfe die Freigängigkeit der Platte.
Ein Ständer für zwei Motorräder: Wechselplatte statt Zweitständer
Der Basisständer bleibt. Nur die Adapterplatte wechselt. Das spart Platz in der Garage. Das spart den zweiten Komplettständer.
Adapterplatten sind einzeln von 179,99 EUR bis 288,99 EUR erhältlich. Der Ständer ohne Platte kostet 302,99 EUR. Hülsen und Bolzen liegen bei 30,00 EUR bis 40,00 EUR. Rollen-Sets kosten 89,00 EUR.
Nach einem Motorradwechsel bestellst du die neue Platte mit Hülse. Der vorhandene Ständer wird umgesteckt und neu eingestellt. Winkeleinsteller für 9,95 EUR bis 11,95 EUR korrigieren die Standneigung.
Montage und Alltag: Darauf kommt es an
Die Erstmontage dauert länger als bei einem Heckständer. Das bestätigte auch der MOTORRAD-Vergleichstest. Der Test vergab den Gesamtsieg an Bursig. Der Preis liegt über einfachen Heckständern.
Im Alltag steht das Motorrad senkrecht und platzsparend. Ölwechsel, Kettenpflege, Reifen- und Bremsarbeiten laufen bei entlasteten Rädern. Gabel und Federbein bleiben bei Standzeit entlastet. Die Reinigung erreicht Schwinge und Unterboden.
Kontrolliere Bolzensitz und Verriegelung vor jedem Anheben. Lagere Hülse und Bolzen nach Abbau am Ständer. Fette die Aufnahmeflächen dünn ein. So bleibt der Wechsel spielfrei.